Die Geschichte des Töddenlandes


Die „Tödden“ – das waren reisende Händler, die aus einer kleinen Region heraus in ganz Nordeuropa wirkten. Und doch sind die Tödden selbst, ihre Lebensweise, die Entwicklung ihrer Handelsbeziehungen und ihre abenteuerlichen Reisewege heute fast vergessen. Dabei finden sich an vielen Orten bis heute Spuren des Töddenwesens. Ganz handfest in Gebäuden, Orten und Wirtschaftsunternehmen, aber auch in regionalen Traditionen und Werten.
Das zum Münsterland gehörende Tecklenburger Land ist heute noch untrennbar mit der Geschichte der Tödden verbunden.

Seit dem 17. Jahrhundert zogen die Tödden als reisende Händler durch das Land. Zunächst brachten sie Leinen, später auch Kurz- und Eisenwaren „an den Mann“. Durch gut organisierte Geschäftsbeziehungen verhalfen die Tödden zu wirtschaftlichem Wohlstand. Die Nähe zu den Niederlanden begründete die ersten Handelserfolge, die die Tödden im 18. Jahrhundert auf weite Teile Nordeuropas ausdehnen konnten. Auch die aus der Region stammende Textilkaufhauskette C&A und die ehemaligen Modehäuser der Hettlage-Gruppe haben ihre Wurzeln bei den Kaufleuten, die sich Tödden nannten.

Der „typische Tödde“ findet sich in vielen zeitgenössischen Darstellungen: Obligatorisch sind die Kniebundhose, dazu ein langer Mantel mit Silberknöpfen und ein Zylinder als Kopfbedeckung. Hinzu kommen Attribute wie der Wanderstab, eine lange Pfeife, das Leinenbündel und ein Ellenmaß.
Im 19. Jahrhundert erlebte der Töddenhandel seinen Niedergang: Kriege, Handelsembargos und hohe Sonderzölle besiegelten das Ende einer ganz besonderen Wirtschaftskultur.

Der Töddenland-Radweg

Der Töddenland-Radweg nimmt Sie mit auf eine abwechslungsreiche Reise in eine Kulturregion, die heutige Landesgrenzen überschreitet. Der damals genutzte Handelsweg in die Niederlande ist heute ein bestens ausgeschilderter, insgesamt 122 Kilometer langer Rundkurs durch das Nordrhein-Westfälische Münsterland/Tecklenburger Land und das südliche Emsland.

Das Töddenland

Im 17. bis 19. Jahrhundert verbrachten wandernde Kaufleute (Tödden) ihre Waren (Leinenstoffe) in die Niederlande. Die damals genutzte Strecke von Westfalen in die Niederlande ist heute ein beliebter Radweg mit 122 Kilometern Länge. Entlang des Töddenweges finden sich noch heute zahlreiche Spuren des damaligen Töddenwesens an Gebäuden, Orten und Wirtschaftsunternehmen, die auf die Geschichte des Töddenlandes hindeuten. Eine der bekanntesten Töddenfamilien dürfte wohl jedem Deutschen bekannt sein - die Familie Brenninkmeijer (Fa. C&A).

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Interessante Links

Der Töddenhandel
Töddenland Radweg
Töddenroute
Die Tödden - wer sie waren